Energiemanagement & Klimaschutz
DSC8480JPG

Unsere Leitlinie: Wir gehen bewusst und nachhaltig mit Energie um, steigern unsere Energieeffizienz und erhöhen den Anteil an erneuerbaren Energien.

[GRI-STANDARDS: 103-1, 103-2, 103-3, 302-1, 302-4, 305-1,305-2, 305-3, 305-5 ]

bpGRiReportIcons03jpg

Unternehmenssteuerung

Wirtschaftliche Leistung

Umweltverträglichkeit

Arbeitswelt

Gesellschaft

bpGRiReportIcons03jpg

         

CO2-neutral
{{unit}}
Ziel ist es die bremischen Häfen schon bis 2023 klimaneutral zu betreiben

Der Klimawandel und seine Folgen gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Ziel ist es, nach der Koalitionsvereinbarung der 20. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft die bremischen Häfen schon bis 2023 klimaneutral zu betreiben und damit die Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bzw. des Klimaschutzübereinkommens von Paris (COP 21) zu unterstützen.

Aktuell arbeiten wir an einem Strategiepapier, das den Weg zum CO2-neutralen Hafen aufzeigen soll. Bereits seit 2013 kompensieren wir die unvermeidbaren Restemissionen der bremenports GmbH & Co. KG, sodass die Managementgesellschaft bereits seit einigen Jahren CO2-neutral ist.

In 2017 wurden für die bremenports alle nicht vermeidbaren Emissionen aus dem Fuhrpark, der Wärmeerzeugung und den Geschäftsreisen kompensiert; auch für das Sondervermögen Hafen wurden alle nicht vermeidbaren Emissionen aus dem Fuhrpark kompensiert. In 2018 wurden für das Sondervermögen Hafen zusätzlich auch noch die Emissionen der nicht-erneuerbaren Strommengen kompensiert. 

Für die nächsten Jahre sind verstärkt Investitionen in die Umrüstung auf erneuerbare Energieträger im Verkehrs-, wie auch im Wärmesektor geplant. 

Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001

Beispielhafte Energieeffizienz-Projekte aus 2017/18:
Die in die Jahre gekommene Servertechnik wurde durch effiziente Technik ersetzt. Dafür wurden 140.000 Euro investiert um mit einer internen Cloudtechnologie allen zeitgemäßen IT-Anforderungen gerecht zu werden. Hierzu zählt natürlich auch die Energieeffizienz des Rechenzentrums, d.h. der Stromverbrauch sinkt trotz steigender Leistung und es wird so ein Viertel der zuvor benötigten Energie eingespart.
An der Oslebshauser Schleuse in Bremen konnte über betriebliche Optimierungen der Energieverbrauch des Hafenpumpwerks deutlich verringert werden. Aktuell werden im Rahmen des Projekts Tide2Use weitere Maßnahmen zum gezeitenabhängigen, energieeffizienten Betrieb der Schleuse untersucht.

Treibhausgasemissionen in Scope 1, 2 und 3

ScopesJPG
 

Scope 1 – Direkte Emissionen

aus Quellen, die vom Unternehmen kontrolliert werden

Unter Scope 1 fallen im Wesentlichen Emissionen aus der Wärmeerzeugung und Mobilität.

Beim Austausch von Wärmeerzeugern (Öl- oder Gasheizungen) wird grundsätzlich geprüft, ob ein Ersatz durch oder eine Kombination mit einer regenerativen Erzeugung möglich ist. So werden derzeit zwei kleinere Kessel durch Wärmepumpen ersetzt.

Für die Neuanschaffung von Fahrzeugen haben wir in 2018 die Richtlinie "Zukunftsfähiger Fuhrpark" auf den Weg gebracht, in der Ziele zur Emissionsreduktion festgeschrieben sind und bis 2021 umgesetzt werden sollen. Ende 2018 hatten wir neben den herkömmlichen Fahrzeugen bereits vier - Anfang 2020 bereits acht E-Fahrzeuge mit unterschiedlichen Reichweiten in unserer Flotte, die von drei Hybrid-Fahrzeugen für längere Fahrten ergänzt werden. Zudem soll in 2020 ein Wasserstoffauto angeschafft werden, sobald die erste Wasserstofftankstelle in Bremerhaven in Betrieb geht. Unsere Mitarbeiter haben auch die Möglichkeit eines unserer vier E-Bikes zu nutzen, um bei kurzen Fahrten auf das Auto zu verzichten. Daneben steht für den Bauhof auch ein E-Lasterad zur Verfügung.

CIMG0438JPG
Elektroautos im Betrieb

Scope 2 – Indirekte Emissionen

aus der Erzeugung von Energie, die vom Unternehmen zugekauft wird

Entsprechend unserer "Richtlinie für energieeffiziente und nachhaltige Beschaffung" beschaffen wir grundsätzlich nur noch Ökostrom. Dass der Anteil an Ökostrom in 2018 gesunken und damit unsere im Scope 2 emittierten Emissionen wieder angestiegen sind, liegt an einem Anlagenzuwachs, für die noch konventioneller Strom genutzt wird. Ökostrom als Beschaffungskriterium wird jedoch auch hier im nächsten Ausschreibungszyklus Berücksichtigung finden.

Weiterhin wollen wir auch aktiv Verantwortung in der Eigenerzeugung regenerativer Energie übernehmen. Unsere bisherigen Photovoltaikanlagenerzeugen erzeugen jährlich im Schnitt 35.000 kWh Strom, den wir ins öffentliche Netz einspeisen, wodurch  rund 18t CO2-Äquivalente pro Jahr vermieden werden.

Scope 3 – Indirekte Emissionen

die durch Aktivitäten des Unternehmens hervorgerufen werden, deren Quellen sich aber nicht im Besitz des Unternehmens befinden und nicht kontrolliert werden

Die derzeit berichteten Emissionen resultieren aus Geschäftsreisen. Unsere Mitarbeiter sind im Fernverkehr der Deutschen Bahn bereits CO2-neutral unterwegs. Flugreisen werden nur im unbedingt erforderlichen Maße durchgeführt, wobei die jährliche Anzahl sowie die Ziele abhängig von der Geschäftstätigkeit (z.B. im Beratungsgeschäft) variieren. Um die Mitarbeiter_innen zu ermutigen, den Weg zur Arbeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, anstatt den PKW zu nutzen, bieten wir ein vergünstigtes Job-Ticket für den ÖPNV an.

Forschung & Entwicklung in der Metropolregion Nordwest

Metropolregion logojpg
Logo Nordwesthäfenpng
 

Innovative Beleuchtung in Bremen an der Oslebshauser Schleuse

Zwischen 2016 und 2018 wurde in einem von der Metropolregion Nordwest gefördertem Kooperationsprojekt von Niedersachsen Ports und bremenports  der Einsatz innovativer Beleuchtungstechnologien untersucht. Projektziel war eine Evaluation hinsichtlich der Einsatzbereiche von LED- bzw. LEP-Leuchtmitteln, deren Wirtschaftlichkeit, und Energieeffizienz, sowie der Auswirkungen auf Mensch und Tier. Lichttechnische Untersuchungen, eine Befragung zur Funktionalität und Wahrnehmung durch die hier arbeitenden Menschen sowie eine Studie zur Insektenfreundlichkeit bildeten den inhaltlichen Rahmen für die Projektstudie.

Hier finden Sie den LEP-Bericht und auch einen Film dazu.

MG0662jpg
 

Energie-Effizienz-Netzwerk

Die Energie-Effizienz-Netzwerktreffen, die ebenfalls im Rahmen des von der Metropolregion geförderten Kooperationsprojektes entstanden, führen wir seit 2019 gemeinsam mit NiedersachsenPorts in Eigeninitiative fort. Mit großem Zuspruch widmeten wir uns in diesem Jahr gleich zweimal dem Einsatz von Wasserstofftechnologien in Häfen und der maritimen Wirtschaft.

Interessante Infos dazu finden Sie hier. 

18619 wasserstoff 5JPG

Ein Thema - drei Fragen für Tobias Metzner, Team Umwelt und Nachhaltigkeit

1. Für welches Projekt sind Sie bei bremenports zuständig?

Ich bin seit dem 1. Januar 2019 im Team Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftigt und betreue primär das Projekt SHARC aus kaufmännischer und organisatorischer Sicht (SHARC = Smartes Hafen-Applikationskonzept zur Integration erneuerbarer Energien). Für das Projekt SHARC hat sich bremenports mit vier weiteren Partnern aus der Industrie und  Forschung zusammengefunden, um Konzepte für ein nachhaltiges Energiemanagement in Hafengebieten auszuarbeiten. 

In dem Projekt SHARC soll die energetische Landkarte des Überseehafens in Bremerhaven betrachtet und die aktuellen Energieverbräuche analysiert werden. Mit diesen Ergebnissen werden Szenarien simuliert, mit deren Hilfe Investitionsmaßnahmen für die Integration von erneuerbaren Energien und somit die CO2 Neutralität des Hafens sichergestellt werden soll.  

bremenports übernimmt in diesem Projekt die Projektleitung.

2. Warum liegt Ihnen dieses Projekt am Herzen?

Weil es ein wichtiger Baustein ist im Gesamtkontext der Forschungsinitiative „Energiewende im Verkehr“.  Und weil es zudem hochspannend ist, sich in Zeiten der Klimadiskussion mit dieser Thematik zu beschäftigen, die auch eine gesellschaftspolitische Relevanz hat.

Die Verschiffung von Waren ist oftmals ein wichtiger Bestandteil der Lieferkette eines Produktes. Dazu beizutragen, den Transportweg im Hafen so klimaneutral wie möglich zu halten, ist mir auch persönlich ein wichtiges Anliegen. Mit dem Projekt SHARC wollen wir unter anderem die Integration erneuerbarer Energiequellen in eine Hafeninfra- und –suprastruktur, energieoptimierte Betriebsprozesse, und ein aktives Management flexibler Energieverbraucher und –erzeuger betrachten. So können langfristig Einsparmöglichkeiten bzw. klimafreundliche Substitute gefunden werden, die individuell zum Klimaschutz beitragen.

3. Was möchten Sie bis zum Projektabschluss mit den Projektpartnern erreicht haben?

Ziel des Projektes ist es für das Hafenquartier „Überseehafen“ in Bremerhaven beispielhaft die Integration erneuerbarer Energiequellen in Hafeninfra- und –suprastruktur sowie die logistischen Betriebsprozesse für verschiedene Zukunftsszenarien zu modellieren und die Effekte (Energieverbrauch, Kosten, CO2-Reduzierungen, Umweltwirkungen) zu simulieren.

Wir möchten bis Ende 2020 einen Investitionsplan und ein Businessmodell aufgestellt haben, die dabei unterstützen sollen, unsere Hafeninfrastruktur und den Hafen als Ganzes  in die CO2-Neutralität zu entwickeln. Nach Abschluss des Projektes ist über konkrete Investitionen zu entscheiden, mit denen das Ziel eines CO2-neutralen Hafens erreicht werden kann. Hierfür können wir weitere Förderanträge stellen.

Ich bin zuversichtlich, dass das für den Überseehafen dann erfolgreich entwickelte Konzept auch auf weitere Hafengebiete und Industriequartiere übertragen werden kann.

Tobiasjpg
Tobias Metzner
 

Weitere relevante Kennzahlen zu diesem Thema finden Sie unter: Kennzahlen Umweltverträglichkeit

Weitere geplante Maßnahmen finden Sie unter: greenports Programm